Über mich

Christof A. Martin arbeitet an der Schnittstelle von Fotografie und Medienkunst.
Seine Arbeiten befassen sich mit Räumen, Strukturen und Situationen des Alltags und untersuchen, wie gebaute Umgebungen Wahrnehmung, Bewegung und Präsenz beeinflussen.

Der Mensch steht dabei nicht immer als Figur im Zentrum. Häufig wird er als Maßstab, Spur oder gedachte Präsenz sichtbar. Architektur und Raum fungieren nicht als Hintergrund, sondern als aktive Systeme, die ordnen, begrenzen und Beziehungen herstellen.

Die fotografischen Arbeiten entstehen häufig unterwegs und ortsbezogen. Reisen und wechselnde Kontexte sind Teil der Arbeitsweise: Beobachten, Gehen, Innehalten und erneutes Sehen. Orte werden nicht dokumentiert, sondern als räumliche Situationen gelesen und fotografisch untersucht.

Die Arbeiten bewegen sich zwischen dokumentarischer Beobachtung, Abstraktion und konzeptueller Reduktion. Ergänzt werden sie durch medienkünstlerische Projekte, die mit Zeit, Bewegung und Interaktion arbeiten.

Zentrales Interesse ist das Spannungsfeld zwischen individueller Wahrnehmung und gesellschaftlicher Struktur – zwischen Nähe und Distanz, Ordnung und Offenheit. Die Arbeiten verstehen sich weniger als abgeschlossene Erzählungen, sondern als Angebote zur Betrachtung und Reflexion.